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Body Modification · Aug 2026

Body Modification: Wenn Körpergestaltung über Tattoo und Piercing hinausgeht

Was ist Body Modification? Entdecke Scarification, Coin Slots, Implantate, Zungenspaltung, Earlobe Reconstruction und weitere …

Fundiertes Studio-Wissen, verständlich erklärt und mit Hinweisen aus unserer täglichen Arbeit.

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Tattoos und Piercings gehören längst zum alltäglichen Stadtbild. Sie können Erinnerungen festhalten, ästhetische Vorstellungen ausdrücken, Zugehörigkeit symbolisieren oder schlicht deshalb getragen werden, weil sie gefallen. Doch die bewusste Gestaltung des eigenen Körpers endet nicht bei Farbe unter der Haut oder Schmuck in einem Stichkanal. Unter dem Begriff Body Modification existiert ein wesentlich größeres Spektrum körperlicher Veränderungen – von vergleichsweise dezenten Modifikationen bis zu außergewöhnlichen und dauerhaft sichtbaren Eingriffen.

Für manche Menschen ist Body Modification eine konsequente Weiterentwicklung ihrer persönlichen Ästhetik. Andere beschäftigen sich über Jahre mit einer ganz bestimmten Veränderung, bevor sie sich tatsächlich dafür entscheiden. Wieder andere stoßen über die Tattoo- und Piercingkultur erstmals auf Möglichkeiten wie Scarification, Coin Slots, subdermale Implantate, Earlobe Reconstruction oder Zungenspaltung.

Was diese sehr unterschiedlichen Formen miteinander verbindet, ist die bewusste Entscheidung, den eigenen Körper zu verändern.

Genau deshalb betrachten wir Body Modification bei Most Wanted Berlin nicht als spontane Dienstleistung, die sich zwischen zwei Termine schieben lässt. Je invasiver und dauerhafter eine Veränderung ist, desto wichtiger werden eine individuelle Beratung, eine realistische Einschätzung der körperlichen Voraussetzungen, Hygiene und eine umfassende Aufklärung über Risiken, Heilungsverlauf und mögliche Komplikationen.

Nicht jede Modifikation passt zu jedem Menschen. Nicht jede Körperstelle bietet dieselben Voraussetzungen. Und vor allem sollte eine außergewöhnliche Veränderung des Körpers niemals ausschließlich deshalb vorgenommen werden, weil sie gerade auf Social Media interessant aussieht.

Body Modification bedeutet Individualität – aber auch Verantwortung.

In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Formen der Body Modification bei Most Wanted eine Rolle spielen, was sich hinter den einzelnen Begriffen verbirgt und warum jede ernsthafte Körpermodifikation mit einem ausführlichen persönlichen Gespräch beginnen sollte.

Was bedeutet Body Modification?

Body Modification bedeutet zunächst nichts anderes als die bewusste Veränderung des menschlichen Körpers. In einem sehr weiten Verständnis könnten deshalb bereits Ohrlöcher, Piercings und Tattoos unter diesen Begriff fallen. In der modernen Bodymod-Szene wird Body Modification jedoch häufig verwendet, wenn körperliche Veränderungen gemeint sind, die über klassische Tätowierungen und Piercings hinausgehen.

Das Spektrum ist enorm.

Manche Modifikationen verändern lediglich einen kleinen Bereich des Körpers. Andere greifen wesentlich stärker in vorhandene Strukturen ein und erzeugen dauerhafte Veränderungen, die sich nicht ohne Weiteres rückgängig machen lassen.

Gerade diese Vielfalt macht es schwierig, Body Modification als eine einzelne Technik zu beschreiben. Eine Scarification hat mit einem subdermalen Implantat technisch wenig gemeinsam. Eine Rekonstruktion eines stark gedehnten Ohrläppchens verfolgt ein völlig anderes Ziel als eine Zungenspaltung. Ein Chipimplantat wiederum verbindet Körpermodifikation mit technischen Funktionen.

Was sie verbindet, ist die bewusste Gestaltung des eigenen Körpers nach persönlichen Vorstellungen.

Für uns ist dabei entscheidend, dass Individualität niemals von Verantwortung getrennt werden darf. Je weitreichender eine Modifikation ist, desto wichtiger ist es, vorher genau zu verstehen, welche Veränderung gewünscht wird und welche Konsequenzen damit verbunden sein können.

Body Modification ist mehr als Tattoo und Piercing

Tattoos und Piercings haben in den vergangenen Jahrzehnten eine enorme gesellschaftliche Entwicklung erlebt. Was früher häufig bestimmten Subkulturen zugerechnet wurde, ist heute in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen angekommen.

Bei weitergehenden Body Modifications sieht das teilweise anders aus.

Eine gespaltene Zunge, sichtbare Implantate unter der Haut oder bewusst erzeugte Narben entsprechen nicht dem klassischen Verständnis von Körperschmuck. Genau darin liegt für viele Menschen jedoch der Reiz.

Body Modification kann die vorhandene Körperform selbst zum gestalterischen Medium machen.

Beim Tattoo entsteht ein Motiv durch Pigmente. Beim Piercing wird Schmuck getragen. Bei manchen Formen der Body Modification wird dagegen die Struktur des Körpers selbst verändert.

Damit verändert sich auch die Verantwortung.

Ein Schmuckstück kann häufig gewechselt werden. Ein Tattoo lässt sich zwar nicht einfach entfernen, seine Gestaltung bleibt aber zunächst auf die Pigmentierung der Haut beschränkt. Bei Eingriffen in Gewebe, Knorpel oder andere Körperstrukturen können die Auswirkungen wesentlich weitreichender sein.

Deshalb benötigt Body Modification eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem gewünschten Ergebnis.

Warum Beratung bei Body Modification besonders wichtig ist

Eine gute Beratung beginnt nicht mit der Frage: „Wann möchtest du einen Termin?“

Sie beginnt mit der Frage: „Was möchtest du erreichen?“

Gerade bei Body Modification ist dieser Unterschied entscheidend.

Wir möchten verstehen, welche Veränderung du dir vorstellst, warum du sie möchtest und welche Erwartungen du an das Ergebnis hast. Anschließend müssen die individuellen körperlichen Voraussetzungen betrachtet werden.

Je nach Modifikation können Anatomie, vorhandenes Gewebe, frühere Veränderungen oder andere Faktoren beeinflussen, ob und wie sich ein Wunsch umsetzen lässt.

Gleichzeitig gehört zur Beratung eine ehrliche Aufklärung über die Konsequenzen. Dazu zählen mögliche Risiken ebenso wie der zu erwartende Heilungsverlauf und die Frage, wie dauerhaft die Veränderung tatsächlich ist.

Bei Most Wanted Berlin betrachten wir eine ausführliche Beratung deshalb nicht als Formalität vor dem eigentlichen Termin. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Body Modification selbst.

Genital Beads bei Frauen und Männern

Eine besondere Form der Body Modification sind sogenannte Genital Beads. Dabei handelt es sich um kleine Implantate, die unter der Haut im Intimbereich platziert werden und dadurch tast- beziehungsweise je nach Ausführung sichtbar werden können.

Diese Form der Modifikation kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen infrage kommen. Anzahl, Größe, Anordnung und gewünschte Position können unterschiedlich sein und werden individuell geplant.

Gerade aufgrund der sensiblen Körperregion ist eine ausführliche persönliche Beratung unverzichtbar. Es geht nicht lediglich darum, an welcher Stelle ein Implantat optisch gefallen könnte. Anatomische Voraussetzungen, mögliche Belastungen und der spätere Heilungsverlauf müssen berücksichtigt werden.

Intime Body Modification verlangt außerdem ein besonderes Maß an Vertrauen zwischen Kunde und ausführender Person. Fragen sollten offen gestellt werden können und niemand sollte sich zu einer Entscheidung gedrängt fühlen.

Deshalb werden gewünschte Positionierung und individuelle Voraussetzungen vor einem entsprechenden Termin ausführlich besprochen.

Earlobe Reconstruction: Rekonstruktion gedehnter oder beschädigter Ohrläppchen

Body Modification bedeutet nicht zwangsläufig, eine bestehende Körperform stärker zu verändern. Manchmal besteht das gewünschte Ziel genau im Gegenteil.

Bei einer Earlobe Reconstruction geht es darum, stark gedehnte, eingerissene oder anderweitig beschädigte Ohrläppchen wieder in eine natürlichere Form zu bringen.

Besonders Menschen, die über Jahre große Tunnel oder Plugs getragen haben, kennen das Thema. Kleinere Dehnungen können sich nach dem Herausnehmen des Schmucks teilweise zurückbilden. Bei sehr stark gedehntem Gewebe ist eine vollständige natürliche Rückbildung jedoch nicht immer zu erwarten.

Auch Verletzungen können dazu führen, dass ein Ohrläppchen dauerhaft verändert bleibt.

Bei einer Rekonstruktion wird deshalb zunächst genau betrachtet, wie viel Gewebe vorhanden ist und in welchem Zustand es sich befindet. Anschließend kann besprochen werden, welche Form realistisch erreicht werden kann.

Wichtig ist auch hier: Das Ergebnis lässt sich nicht seriös pauschal vorhersagen. Ausgangssituation und Gewebebeschaffenheit unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.

Deshalb steht vor einer Earlobe Reconstruction immer die individuelle Begutachtung und Beratung.

Scarification: Narben als bewusstes Körperdesign

Während viele Menschen versuchen, Narben möglichst unsichtbar werden zu lassen, verfolgt Scarification einen vollkommen anderen Ansatz.

Hier wird die Narbe selbst zum gestalterischen Element.

Durch gezielte Veränderung der Haut entstehen Linien, Formen oder Motive, die nach der Heilung als Narbenstruktur sichtbar bleiben. Damit gehört Scarification zu den älteren Formen bewusster Körpergestaltung und ist keineswegs ausschließlich ein Phänomen der modernen Bodymod-Szene. Narbenmodifikationen besitzen in unterschiedlichen Kulturen eine lange Geschichte und konnten dort unter anderem soziale, rituelle oder identitätsbezogene Funktionen übernehmen.

In einem modernen Body-Modification-Kontext steht dagegen häufig die individuelle Ästhetik im Mittelpunkt.

Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass Narben biologisch nicht vollkommen vorhersehbar sind. Wie eine Narbe später aussieht, hängt erheblich vom individuellen Körper ab. Hauttyp, Körperstelle und persönliche Neigung zur Narbenbildung können das endgültige Erscheinungsbild beeinflussen.

Wer beispielsweise zu überschießender Narbenbildung oder Keloiden neigt, muss dies unbedingt berücksichtigen und gegebenenfalls medizinisch abklären lassen.

Deshalb beginnt Scarification bei uns nicht mit der Umsetzung, sondern mit einer ausführlichen Besprechung des gewünschten Motivs und der individuellen Voraussetzungen.

Skin Removal: Körpergestaltung durch gezielte Hautentfernung

Zu den deutlich invasiveren Formen der Body Modification gehört das Skin Removal.

Dabei werden ausgewählte Hautbereiche entfernt, sodass nach der Heilung eine dauerhaft sichtbare Veränderung beziehungsweise Narbenstruktur entsteht. Auf diese Weise können Formen und Designs geschaffen werden, deren Wirkung nicht durch Tattoo-Farbe, sondern durch die veränderte Haut selbst entsteht.

Gerade weil hierbei gezielt in das Gewebe eingegriffen wird, muss diese Form der Body Modification mit besonderer Sorgfalt betrachtet werden.

Gestaltung, Körperstelle, individuelle Hautbeschaffenheit und der zu erwartende Heilungsverlauf müssen bereits vor dem Termin ausführlich besprochen werden. Ebenso müssen Risiken und Grenzen offen kommuniziert werden.

Skin Removal ist damit ein gutes Beispiel dafür, weshalb Body Modification nicht als spontane Beauty-Dienstleistung betrachtet werden sollte.

Je dauerhafter und invasiver eine Veränderung ist, desto wichtiger wird eine bewusste Entscheidung.

Coin Slot: die außergewöhnliche Modifikation des Ohres

Der Coin Slot gehört zu den auffälligsten Formen moderner Ohrmodifikation.

Dabei entsteht eine längliche Öffnung im Bereich des Ohres, deren Erscheinungsbild an einen schmalen Münzeinwurf erinnert. Nach der vollständigen Heilung kann dieser Bereich je nach Gestaltung beispielsweise mit mehreren Schmuckringen dekoriert werden, wodurch eine charakteristische Optik entsteht.

Anders als bei mehreren nebeneinanderliegenden klassischen Piercings handelt es sich beim Coin Slot um eine gezielt geschaffene zusammenhängende Öffnung.

Gerade die individuelle Anatomie des Ohres spielt deshalb eine entscheidende Rolle. Nicht jedes Ohr bietet dieselben Voraussetzungen und auch Größe sowie Position müssen auf das vorhandene Gewebe abgestimmt werden.

Vor einem Coin Slot werden deshalb Form, gewünschte Größe und Position individuell besprochen.

Auch hier gilt: Ein Foto aus dem Internet kann als Inspiration dienen. Die konkrete Umsetzung muss jedoch immer zur eigenen Anatomie passen.

Zungenspaltung: eine der bekanntesten extremen Body Modifications

Die Zungenspaltung, häufig auch als Tongue Split bezeichnet, gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten weitergehenden Body Modifications.

Dabei wird die Zunge entlang ihrer Mitte geteilt, sodass zwei voneinander getrennte Zungenspitzen entstehen. Nach vollständiger Heilung können manche Menschen die beiden Hälften teilweise unabhängig voneinander bewegen.

Optisch ist die Veränderung unverwechselbar – gleichzeitig handelt es sich um einen erheblichen und dauerhaften Eingriff in einen funktionell wichtigen und stark durchbluteten Körperbereich.

Entsprechend sorgfältig muss eine solche Entscheidung betrachtet werden. Blutungen, Infektionen, Veränderungen von Sensibilität, Sprache oder Beweglichkeit und andere Komplikationen sind keine Themen, die heruntergespielt werden dürfen.

Eine Zungenspaltung gehört deshalb zu den Body Modifications, bei denen ausführliche Aufklärung und eine individuelle Einschätzung unverzichtbar sind. Je nach konkreter Ausführung und rechtlicher beziehungsweise medizinischer Situation können außerdem Grenzen bestehen, wer einen solchen Eingriff überhaupt durchführen darf.

Wer sich für einen Tongue Split interessiert, sollte deshalb nicht nach der schnellsten oder günstigsten Möglichkeit suchen. Hier steht eine verantwortungsvolle fachliche Beurteilung klar vor der eigentlichen Umsetzung.

Subdermale Implantate: Formen unter der Haut

Subdermale Implantate verfolgen ein völlig anderes ästhetisches Prinzip.

Hier wird nicht hauptsächlich die Hautoberfläche gestaltet. Stattdessen werden speziell vorgesehene Implantate unter der Haut platziert, sodass dreidimensionale Formen und Erhebungen entstehen.

Je nach gewünschtem Ergebnis können Form, Größe und Position variieren. Dadurch reicht das Spektrum von vergleichsweise dezenten Erhebungen bis zu deutlich sichtbaren dreidimensionalen Veränderungen der Körperkontur.

Gerade hier ist die Planung besonders wichtig.

Eine Form, die auf einer Zeichnung interessant aussieht, muss unter der Haut nicht zwangsläufig dieselbe Wirkung entfalten. Körperstelle, Hautspannung und vorhandenes Gewebe beeinflussen das Ergebnis.

Außerdem handelt es sich um einen invasiven Eingriff mit entsprechenden Risiken. Material, Hygiene, Platzierung und Nachsorge spielen deshalb eine entscheidende Rolle.

Vor dem Setzen eines Implantats werden bei Most Wanted das gewünschte Design, die Position und die individuellen Voraussetzungen ausführlich besprochen.

Punchen: gezielte Entfernung von Gewebe

Beim Punchen wird mit dafür vorgesehenen Instrumenten ein definierter Gewebebereich entfernt. Besonders bekannt ist diese Technik aus bestimmten Bereichen der Ohrmodifikation.

Anders als bei einem klassischen Piercing wird dabei nicht lediglich ein Stichkanal erzeugt. Es entsteht unmittelbar eine größere Öffnung.

Neben klassischen runden Formen können – abhängig von Technik, Körperstelle und individuellen Voraussetzungen – auch andere gestalterische Ansätze eine Rolle spielen.

Auch hier sollte jedoch niemals allein die gewünschte Größe entscheidend sein.

Das vorhandene Gewebe setzt Grenzen. Besonders bei Knorpelbereichen muss bedacht werden, dass eine Veränderung nicht einfach beliebig rückgängig gemacht werden kann.

Deshalb werden gewünschte Größe, Form und Position vor einem entsprechenden Termin individuell besprochen.

Chips unter der Haut: Body Modification trifft Technologie

Eine besonders moderne Form der Body Modification entsteht an der Schnittstelle zwischen Körper und Technik: subdermale Chipimplantate.

Dabei werden kleine elektronische Implantate unter der Haut platziert. Je nach verwendetem System können solche Chips beziehungsweise Transponder beispielsweise gespeicherte Informationen kontaktlos übertragen oder mit kompatiblen technischen Systemen interagieren.

Die Vorstellung fasziniert viele Menschen, weil der eigene Körper dadurch gewissermaßen um eine technische Funktion erweitert wird.

Gleichzeitig ist es wichtig, keine Fähigkeiten zu versprechen, die ein konkreter Chip gar nicht besitzt. Nicht jeder Chip kann dieselben Funktionen erfüllen und seine Möglichkeiten hängen vom verwendeten System und der kompatiblen Infrastruktur ab.

Vor dem Einsetzen muss deshalb geklärt werden, welche Funktion tatsächlich gewünscht ist, welches Implantat dafür vorgesehen ist und welche Körperstelle infrage kommt.

Auch technische Body Modification bleibt schließlich Body Modification: Ein elektronisches Bauteil wird dauerhaft oder langfristig unter der Haut getragen. Materialverträglichkeit, Hygiene und eine fachgerechte Platzierung sind deshalb genauso relevant wie die technischen Eigenschaften.

Warum Hygiene bei Body Modification unverzichtbar ist

Hygiene ist bei Tattoos und Piercings selbstverständlich. Bei invasiveren Body Modifications gewinnt sie nochmals an Bedeutung.

Überall dort, wo die natürliche Hautbarriere geöffnet oder Gewebe verändert wird, besteht grundsätzlich ein Infektionsrisiko. Je umfangreicher der Eingriff, desto wichtiger werden deshalb konsequente hygienische Standards.

Dazu gehören geeignete sterile beziehungsweise sachgerecht aufbereitete Instrumente und Materialien ebenso wie eine hygienische Arbeitsumgebung und eine professionelle Vorbereitung.

Hygiene endet außerdem nicht an der Studiotür.

Nach dem Termin beginnt die Heilungsphase und damit ein Teil des Prozesses, bei dem auch du Verantwortung übernimmst. Die besprochenen Nachsorgehinweise sollten deshalb konsequent eingehalten werden.

Ungewöhnliche oder starke Beschwerden sollten nicht mit irgendwelchen Tipps aus Social Media behandelt werden. Bei Anzeichen möglicher medizinischer Komplikationen gehört die Beurteilung in professionelle medizinische Hände.

Heilung gehört zur Modifikation dazu

Bei Body Modification konzentriert sich verständlicherweise vieles auf den eigentlichen Termin. Für das langfristige Ergebnis ist die Zeit danach jedoch mindestens genauso entscheidend.

Eine Modifikation ist nicht fertig, wenn der Eingriff beendet ist. Sie ist erst dann abgeschlossen, wenn der Körper den Heilungsprozess durchlaufen hat.

Wie lange dieser dauert, hängt erheblich von der jeweiligen Modifikation ab. Eine pauschale Heilungsdauer für „Body Modification“ gibt es deshalb nicht.

Hinzu kommen individuelle Unterschiede.

Alter, Körperstelle, Gewebebeschaffenheit, mechanische Belastung und viele weitere Faktoren können beeinflussen, wie der Körper reagiert. Gerade deshalb sollten Erfahrungsberichte anderer Menschen nicht als verbindlicher Zeitplan für den eigenen Körper verstanden werden.

Wenn jemand im Internet schreibt, seine Modifikation sei nach einer bestimmten Anzahl von Tagen „komplett verheilt“ gewesen, bedeutet das nicht, dass dein Körper denselben Verlauf nehmen muss.

Geduld gehört deshalb genauso zu Body Modification wie Mut zur Veränderung.

Warum nicht jede gewünschte Modifikation möglich sein muss

Professionalität zeigt sich nicht darin, jeden Kundenwunsch umzusetzen.

Manchmal lautet die verantwortungsvolle Antwort: Nein.

Vielleicht bietet die Anatomie nicht die notwendigen Voraussetzungen. Vielleicht bestehen gesundheitliche Bedenken. Vielleicht ist eine bestehende Modifikation noch nicht ausreichend verheilt oder die gewünschte Position birgt vermeidbare Risiken.

Bei besonders invasiven Modifikationen können außerdem medizinische und rechtliche Grenzen relevant sein.

Ein verantwortungsvoller Umgang bedeutet deshalb auch, Wünsche kritisch zu prüfen.

Das mag im ersten Moment enttäuschend sein. Langfristig ist eine ehrliche Absage jedoch wesentlich besser als eine Modifikation, deren Risiken bereits vorher absehbar waren.

Genau deshalb ist die Beratung bei Most Wanted keine Verkaufsveranstaltung.

Wir besprechen gemeinsam, welche Möglichkeiten für dein gewünschtes Ergebnis tatsächlich infrage kommen.

Body Modification und persönliche Entscheidung

Menschen verändern ihren Körper aus den unterschiedlichsten Gründen.

Manche möchten sich ästhetisch von gesellschaftlichen Normen lösen. Andere empfinden Body Modification als Ausdruck ihrer Identität. Wieder andere faszinieren sich schlicht für außergewöhnliche Körperästhetik.

Keiner dieser Gründe muss gegenüber anderen Menschen gerechtfertigt werden.

Gleichzeitig sollte eine dauerhafte Körperveränderung aus einer bewussten eigenen Entscheidung entstehen – nicht aus Gruppendruck, einer spontanen Herausforderung oder dem Wunsch, einen kurzfristigen Internettrend nachzuahmen.

Je größer die Veränderung, desto sinnvoller ist es, sich Zeit zu lassen.

Fragen gehören dazu. Zweifel ebenfalls.

Eine gute Beratung versucht nicht, diese Zweifel möglichst schnell auszuräumen, damit ein Termin zustande kommt. Sie gibt dir die Informationen, die du brauchst, um selbst eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Denn am Ende bleibt es dein Körper.

Dein Körper. Deine Entscheidung. Deine Modifikation.

Body Modification kann dezent oder extrem, ästhetisch oder funktional, sichtbar oder beinahe verborgen sein. Genau diese Vielfalt macht die Szene so faszinierend.

Von Genital Beads über Earlobe Reconstruction, Scarification und Coin Slots bis zu Implantaten, Punchen, Chipimplantaten oder einer Zungenspaltung existieren sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Entsprechend unterschiedlich sind jedoch auch Voraussetzungen, Risiken und Heilungsverläufe.

Deshalb gibt es bei Most Wanted keine Body Modification von der Stange.

Wir nehmen uns Zeit für eine persönliche Beratung, besprechen deine Vorstellungen und betrachten die individuellen Voraussetzungen. Dabei erklären wir dir auch offen, wo Grenzen bestehen oder zusätzliche fachliche beziehungsweise medizinische Einschätzungen notwendig sind.

Fazit

Body Modification beginnt dort, wo der eigene Körper nicht nur geschmückt, sondern bewusst verändert wird. Für manche Menschen ist diese Veränderung klein und für Außenstehende kaum sichtbar. Für andere wird sie zu einem zentralen Bestandteil ihrer persönlichen Ästhetik.

Entscheidend ist nicht, wie außergewöhnlich eine Modifikation ist. Entscheidend ist, wie verantwortungsvoll mit ihr umgegangen wird.

Gerade Verfahren wie Scarification, Skin Removal, Coin Slots, subdermale Implantate oder Zungenspaltung greifen teilweise deutlich stärker in den Körper ein als klassische Piercings. Deshalb gehören umfassende Aufklärung, Hygiene, Erfahrung, realistische Erwartungen und eine sorgfältige Einschätzung der individuellen Voraussetzungen untrennbar dazu.

Bei Most Wanted Berlin steht deshalb vor jeder entsprechenden Modifikation das persönliche Gespräch.

Du musst nicht mit einem vollständig ausgearbeiteten Plan zu uns kommen. Wenn du eine Vorstellung hast oder dich zunächst über die Möglichkeiten informieren möchtest, besprechen wir gemeinsam, was grundsätzlich infrage kommt und welche Punkte du bei deiner Entscheidung berücksichtigen solltest.

Denn am Ende bringt unsere Haltung zu Body Modification drei Dinge auf den Punkt:

Dein Körper. Deine Entscheidung. Deine Modifikation.

Autor / RedaktionMost Wanted Tattoo Berlin

Studio-Wissen aus Tattoo, Piercing und Body Modification in Berlin-Weißensee.